Aktuelles zu Elterngeld und Elternzeit

Das Bundeselterngeld-und Elternzeitgesetz wurde mit Wirkung zum 01.01.2013 in einigen Punkten geändert. Die wichtigsten Neuerungen sind folgende:

1. Elterngeld

Für ab dem 01.01.2013 geborene Kinder gibt es hier zwei wichtige Änderungen.

Zum einen ist für die Berechnung des Elterngeldes nicht mehr das individuelle Nettoeinkommen im Bemessungszeitraum maßgebend, sondern das Nettoeinkommen, das sich ergibt wenn von dem Bruttoeinkommen pauschaliert Sozialversicherungsbeiträge und Steuern abgezogen werden.

Für die Berechnung der steuerlichen Abzüge ist nunmehr die Steuerklasse maßgebend, die für den betreuenden Elternteil im Bemessungszeitraum überwiegend galt. Da der Bemessungszeitraum 1 Jahr dauert, sollte dies rechtzeitig bei einem beabsichtigten Steuerklassenwechsel berücksichtigt werden.

2. Elternzeit

Aufgrund der Neuregelung besteht jetzt für Mütter die Möglichkeit, eine Elternzeit ohne Zustimmung des Arbeitgebers vorzeitig zu beenden, um die Schutzfristen des Mutterschutzgesetzes bei bevorstehender Geburt eines weiteren Kindes in Anspruch zu nehmen. Während der Schutzfristen des Mutterschutzgesetzes wird grundsätzlich Mutterschaftsgeld und arbeitgeberseitig der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld gezahlt. Die Beendigung der Elternzeit ist dem Arbeitgeber in diesem Fall rechtzeitig mitzuteilen.

Eine weitere Neuerung gibt es im Rahmen der zulässigen Erwerbstätigkeit während der Elternzeit. Hier ist nun eine Erwerbstätigkeit während der Elternzeit von nicht mehr als 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats zulässig. Bisher durfte die Erwerbstätigkeit nicht mehr als 30 Wochenstunden betragen. Mit dieser Neuregelung wird eine flexiblere Handhabung möglich.